Grundsätzliches

Keiner wünscht sich, dass es beim freiwilligen Engagement zu Schäden oder Unfällen kommt. Sollte es doch zu einem Sachschaden oder zu einem Unfall von Beteiligten kommen, ist Folgendes zu beachten.

Der Versicherungsschutz ist subsidiär in drei Stufen aufgebaut. Das heißt:

  • (1) Zunächst greift die persönliche Haftpflicht- und/ oder Unfall-Versicherung des Einzelnen,
  • (2) der Versicherungsschutz für ehrenamtliches Engagement des Kooperationspartners (Trägerorganisation des Einsatzortes), mit dem die Aktion durchgeführt wird, und
  • (3) der Rahmenvertrag der Stadt Bremen, der grundsätzlich freiwillig Engagierte in Bremen schützt (siehe unten).

Ergänzung zu (2): Sollten Aktionen nicht mit einem Kooperationspartner, der einen Versicherungsschutz für ehrenamtliches Engagement vorhält, durchgeführt werden, sind ehrenamtliche Einsätze über den Versicherungsschutz des Vereins Serve the City-Bremen e.V. abgesichert.
 

Infos für Team-Captains

Es ist hervorragend, dass du initiativ wirst und eine Aktion leitest. Dabei ist wichtig, dass du ...

  1. dich bei der Organisation, mit der du kooperierst, vergewisserst, dass freiwillig Engagierte über deren Versicherung abgesichert sind, und
  2. die Teilnehmer:innen vor der Durchführung deiner Aktion darauf hinweist, dass im Falle eines Schadens zunächst ihr eigene private Versicherung greift.

Falls deine Aktion nicht in Kooperation mit einer Organisation, welche den Versicherungsschutz für ehrenamtliches Engagement abdeckt, durchgeführt werden kann, nimmt bitte unbedingt vor Beginn deiner Aktion mit den Verantwortlichen von Serve the City-Bremen Kontakt auf. In diesem Fall deckt der Verein Serve the City-Bremen e. V. deine Aktion versicherungstechnisch ab.
 

Was tun, wenn ein Unfall passiert?

  1. Grundsätzlich gilt: Unfälle während der Tätigkeit sowie auf Wegen zum bzw. vom Ort der Tätigkeit stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das heißt, dass alle Teilnehmer:innen einer Aktion bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit automatisch über die sogenannte VBG (= Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) versichert sind.
  2. Jeder Unfall ist zu dokumentieren bzw. unverzüglich an das Serve the City Bremen-Büro zu melden. Da zwingend alle Angaben über die/den Verunfallte:n erforderlich sind, welche die Unfallanzeige verlangt, benutze für die Dokumentation (direkt vor Ort) bitte den entsprechenden Unfallanzeige-Vordruck. Wichtig: Immer die Einrichtung des Einsatzes (= Kooperationspartner bzw. Serve the City-Bremen e. V.) auf der Unfallanzeige angeben!
  3. Beim Besuch eines Arztes ist auf Folgendes zu achten:
    • Bitte zwingend als Tätigkeit/ Beruf „Einsatz während ehrenamtlicher Tätigkeit“ angeben, denn nur so erfolgt die Einleitung des Heilverfahrens zulasten der gesetzlichen Unfallversicherung (andernfalls zulasten der Krankenkasse).
    • Die Vorstellung muss bei einem Durchgangsarzt erfolgen. In der Regel findet sich in jedem Krankenhaus ein D-Arzt, alternativ findet sich im Internet eine Liste von Durchgangsärzten | Informationen und Suchfunktion der Unfallkasse Bremen.
    • Bei leichten Verletzungen (z. B. Schürfwunde am Arm) kann auch der Hausarzt aufgesucht werden, bei weiterer Behandlungsbedürftigkeit sollte der Hausarzt dann an den D-Arzt verweisen; hier schließt sich der Kreis zur Unfallanzeige: ohne Unfallanzeige erhält der Unfallversicherungsträger keine Notiz von dem Unfall, wenn die Vorstellung ausschließlich beim Hausarzt erfolgt; nur der D-Arzt ist zur Berichterstattung an den Unfallversicherungsträger verpflichtet!
       

Was tun, wenn es zu einem Schaden kommt?

  1. Entstehen während deiner Aktion Sach- oder Vermögensschäden, greift die Haftpflichtversicherung einer der Aktionsteilnehmer:innen (privat, Firma oder Einrichtung).
    • Die Haftpflichtversicherung sichert Ansprüche, die durch die Schädigung eines Dritten durch einer/n ehrenamtlich Tätigen entstehen.
    • Ihr Leistungsumfang ist abhängig vom Vertrag mit dem Versicherungsunternehmen.
  2. Welche Haftpflichtversicherung greift?
    • Vorrangig: Gruppenversicherung für Ehrenamtler der Kooperationspartner oder ggf. die private Haftpflicht des Ehrenamtlers selbst.
    • Nachrangig: Bremen hat seit dem 1.7.2006 mit der ÖVB eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, welche greift, sofern keine anderweitige Haftpflichtversicherung über die Kooperationspartner besteht.
    • Wichtig: Im Schadenfall wendet sich der oder die ehrenamtlich Tätige oder die betroffene Vereinigung bzw. Organisation (Einsatzort) unverzüglich (spätestens innerhalb von drei Werktagen) an das Versicherungsmanagement der Freien Hansestadt Bremen.
      Für weitere Fragen: ÖVB, Tel.: 0421 / 30 43 47 88
       

Informationen zur Versicherung in Bremen

Informationen zur Versicherung in Deutschland